Andere Länder, andere Sitten

Juli 9, 2009 - 2 Responses

Gestern war ich kurz in Amsterdam um mir ein Zimmer anzuschaun. Ich hatte mit dem schlimmsten gerechnet, da nach einer Woche Kontakt mit dem Vermieter noch niemand anderes das Zimmer bekommen hatte. Normalerweise gibt es so 20 Leute auf eine Anzeige.

Hinter dem Hauptbahnhof ging es mit einer kostenlosen Fähre zur anderen Seite hinüber, wo uns eine Plattensiedlung erwartete. Komische Menschen liefen mit Pittbulls in der Gegend rum und an der Wohnungstür wurden wir von einem jungen Schwarzen in Empfang genommen, der uns statt meines Vermieters (und Mitbewohners) in Empfang nahm, da die Klingel nicht funktionierte. Oben erwartete uns noch ein weiterer schwarzer Freund des bestimmt 45jährigen Mannes, der das Angebot ins Internet gestellt hatte.

Das Zimmer an sich war in Ordnung, man kann gut in 10m^2 leben, aber die restliche Wohnung war so keimig und der eigentliche Bewohner kaum in der Lage sich mit mir auf Englisch zu unterhalten. Vor der Tür wurden wir von Anwohnern noch mehrsprachig zur richtigen Hausnummer verwiesen. Alles in allem hatten wir mehr eine Gruppe von Drogendealern vor uns als wirklich ein anständiges Mietverhältnis xD. Wir verabschiedeten uns dementsprechend flott, und die beste Ausrede, die mir einfiel, um diesen Vorgang zu beschleunigen, war die Frage nach der “Registrierung”. Damit man ein Bankkonto und was weiß ich alles machen darf in den Niederlanden benötigt man eine Bürgerservicennummer und die bekommt man durch Registrierung bei den Behörden als neuer Einwohner. Aber seine “Arbeit” würde das nicht zulassen. O_o. Schnell auf die nächste Fähre.

*seufz*. Ich hatte ja keine große Hoffnung gehabt, aber dann dieses Gefühl der völligen Sinnlosigkeit dieser teuren Fahrt zu spüren, war doch nochmal was anderes. Geschockt wurde ich zum Abschied noch durch die Preise des FastFoods – 6€ für einen Döner und 2€ für einen Cheeseburger bei McDoof. Herjemine. Und das Kifferzimmer hätte mich auch ohne Internet schon 350€ gekostet.

Nun bin ich gerade dabei in das nächste Ausland zu ziehen, da verfolgt mich übrigens auch immer noch das letzte (Japan)… Meine Handyfirma rechnet immer noch tüchtig ab, obwohl ich erstens keinen Vertrag mehr haben sollte und zweitens das Teil ja nicht mal mehr benutzen kann. Nach langen Versuchen jemanden wie meinen früheren Tutor in Japan zu erreichen, stellte sich nach dessen Besuch bei der Firma (die keine Email Kontaktadresse hat) heraus, dass der Vertrag von uns hätte gekündigt werden müssen, BEVOR wir das Land verlassen. Jetzt wird sich mancher denken, ja, das ist doch üblich. Nein, das ist überhaupt nicht normal in diesem Fall! Wir haben einen befristeten Vertrag gehabt, der genau bis zum 31.3.09 lief und man hatte mir damals auch versichert, wir müssten nichts weiter tun als ihn auslaufen lassen (dafür gibt es ja das Ablaufdatum). Und jetzt sowas! Und die Spitze des Eisberges: Mein Tutor kann den Vertrag nicht mal unter diesen Umständen für uns kündigen. Wir müssten persönlich bei einem der Geschäftsstellen (in Japan) vorbeischauen. Ich glaub, es hackt! Was geht nur auf dieser Welt alles ab??!

Going to Amsterdam

Juli 4, 2009 - Leave a Response

I’m startin’ gettin’ excited about my going to Amsterdam so soon. Not only 1 week holiday, no … 2 years of master studies in the capital of the Netherlands. Gosh! Don’t know what it will be like. I mean, honestly, 1 year ago I was gettin’ excited because of my studies abroad in Japan. But at least, I knew what was awaiting me… many, many crazy things I’ve never dreamed about. So, this time, it is like, can there be so many new things so different from German manners? They have ‘Lidl’ and ‘Fielmann’ and also my beloved Japanese food, since the city is very international. But I’ve no idea how they’ll welcome me. My grandma tells stories, that I should rather speak English than German due to the Dutch attitudes towards Germans. Is that out of date? Maybe, in the meantime they are all fluent in German :D ?

However, first, there is negative excitement. So many things have to be organized. Room. Give me a room, Amsterdam! Even the student housing is as expensive as private rooms and nearly as rare to get. Fortunately, I am an international student, who are especially supported with such student rooms.  However, there are still 1500 students for 1000 rooms, approximately. For over one month now, I am searching for and replying to room advertisements in the Dutch speaking internet. Glad, to be able to read some of the Dutch stuff without problems (and giggering most of the time, *hem*). But there are so few people responding even with a ‘no, thanks, there are soooo many Dutch people in need of my offered room’, it’s kind of discouraging.

Moreover, the universities advises us to live ‘legal’ in Amsterdam and other voices who told me, so many students would live illegal there. What about the EU?? Why is it so difficult to live officially in a neighboring country? And I have no idea, what depends on being there officially? What about the study fees that I might defer -IF- I have a so-called citizen number? I’m already defined by so many numbers in the world.

The EU only helps me with my health insurance, it allows me to keep my own health insurance card and company. However, as soon as I wanna work in Amsterdam, which is really necessary, since I’ll have to pay the tripple price for rent than I do now, I’m obliged to take the Dutch insurance, which is much more costy. *sigh* too many things at once to think of (besides of my Bachelor’s thesis).

And then there is still one modul examination left and no summer holidays to get all that stuff mentioned done before moving to Amsterdam due to the early start of the Dutch universities.

Bye those two semesters with so much freedom. The end is coming too soon. 2 years will be nothin’. At least, I might be able to visit my family at Christmas.

ASSC Berlin

Juni 13, 2009 - Leave a Response

Wenn Berlin interessante Konferenzen anbietet, dann ist Cori nicht weit. So ein paar Tage Denken pur lassen sich immer ganz wunderbar mit einem Familienbesuch verbinden :D (und verursachen regelmäßig ein schlechtes Gewissen, weil tagelang so ganz ohne Arbeit dem Zeitplan ein Seitenhieb verpasst) wird. Letztes Jahr hatte ich das Glück, den Internationalen Kongress für Psychologie in Berlin besuchen zu können, dieses Jahr nun lud Berlin die Vereinigung der Wissenschaftlichen Studien von Bewusstsein ein (freie Übersetzung meinerseits ;]), auch ASSC genannt.

Da wir diesmal ein paar Leute mehr waren, konnte meine bescheidene Heimat in Potsdam nicht alle Teilnehmer beherbergen und wir nahmen uns zu siebt eine Ferienwohnung in Schöneberg, 15min vom Gendarmenmarkt entfernt, wo ich gestehen muss, wahrscheinlich noch nicht so wirklich gewesen zu sein. Im wunderschönen Leipzigsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (umgeben von dutzenden historisch wertvollen Gebäuden, wobei mich eines an den Invalidendom in Paris erinnerte…es war die ‘Französische Kirche’ :D ). fanden unsere Hauptveranstaltungen statt. Nach dem fantastischen Begrüßungsvortrag am Freitag Abend (integrative Theorie von Bewusstsein, siehe Tononi) gab es Sekt und Brezeln und Wein und viele interessante Leute.

Zu diesem Ereignis war ich mit meinem Mentor verabredet, für den ich mich im Vorfeld ‘beworben’ hatte. Manuel Schabus arbeitet in der Schlafforschung und war für mich damit die beste Anlaufstelle für Tipps, Tricks und andere gut gemeinte Ratschläge ;]. Gleich als erstes erhielt ich einen Namen für meine Studien in Amsterdam und damit die große Hoffnung, durch diesen unverhofften Kontakt bald bereits mit eigener Schlafforschung beginnen zu können *freu*. In seiner Begleitung lernten wir (ja, alle anderen standen irgendwann auch an unserem Tisch ;]) 2 Diplomandinnen kennen, die uns nach Salzburg abwerben wollten :D . Hatten an dem Punkt wohl auch schon etwas Alkohol intus ;]. Der Prof erzählte uns dann von den Schwierigkeiten des Professorendaseins, wie schön die Sommerferien seien (die einzige Zeit im Jahr für die eigene Forschung…), dass nicht wirklich viele Konferenzen (wo ist eigentlich der Unterschied zu einem Kongress?) bezahlt werden von der eigenen Uni und dass man für eigene Veröffentlichungen IMMER draufzahlt. Selbst für ein Buch bekommt man fast gar nichts und die Rechte an den eigenen Gedanken und Analysebildern verliert man auch komplett. Hörte sich alles nicht soo rosig an, aber die Salzburger sind da auch etwas trauriger dran als wir, da Österreich keine sogenannten Forschungsinstitute beheimatet. In Deutschland könnte ich statt Prof zu werden auch einfach ein Max-Planck-Institut von mir überzeugen :]. Ich hoffe, es gibt noch mehr Möglichkeiten, zwei scheinen mir zu wenig zu sein. Aber es ist immer erhellend mit Akademikern von anderen Unis und ähnlichen Studiengängen zu sprechen.

Am Samstagmorgen konnten wir uns das frühe Aufstehen fürs erste ersparen, da der sympathische Tomasello bereits vor einer Woche einen ähnlichen Vortrag in Osnabrück gehalten hat. Als wir kamen, standen die anderen Teilnehmer bereits am Kaffeestand und Cori schnappte sich leckeren Kuchen :9. Im Verlaufe des Tages bemerkten wir, dass es auch unter der Elite der Kognitionswissenschaftler (wozu ich sie mal einfach alle zähle) genauso große Unterschiede im Geben einer Präsentation bestehen. Da kann ich jetzt schlecht Namen nennen, aber die ersten Gedanken, die mir in solch enttäuschten Augenblicken kommen, kreisen um meine Deutschlehrerin in der Oberstufe, die uns solch grundlegende Vortragsfehler schon damals ausgeprü…trainiert hat. Ist dann leider sehr schade. Ein Vortrag war sogar mit Word präsentiert…

Die Nachmittage verbrachten wir in der Humboldt-Universität ein paar Straßen weiter. Die interessantesten Vorträge dort beschäftigten sich mit der Frage, wo Aktivitätsunterschiede des Gehirns zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein (durch Narkose z.B. oder als klinischer Komafall etc.) liegen. Ein Begriff oder vielleicht besser ein Konzept, von dem ich auch noch nicht gehört hatte, war das ‘default mode network’, quasi die Gehirnstrukturen, die minimal aktiv sein müssen, damit Bewusstsein vorhanden ist. Nicht, dass das schon klar definiert wäre.

Aus diesen unwissenden Gründen ergaben sich dann die Fragen nach Bewusstsein in Komapatienten (da gibt es auch noch verschiedene Stufen). Wie können wir sagen, ob ein Patient bewusst ist oder nicht, wenn er sich selbst nicht durch Verhalten mitteilen kann? Da wir nun in der Lage sind mittels fMRI Gehirnaktivitäten zu messen, müsste es uns gelingen, Muster in Komapatienten zu erkennen. Ein Vortrag war dazu äußerst überzeugend. Wenn wir solchen Patienten nur einfache Aufgaben stellen würden (ohne am Anfang zu wissen, ob sie diese auch mitbekommen), könnten auftretende Muster, die denen von gesunden Menschen gleichen, auch durch automatische Verarbeitung hervorgerufen worden sein. Der Vortragende konnte allerdings Aufgaben für jeden unserer Sinne und Sprache zeigen, die bewusste Aufmerksamkeit auf die Aufgabe erfordern und in dem Sinne von niemandem ausgeführt werden können, die völlig unbewusst sind. Ich benutze extra die verneinte Variante, da alle zögerlich sind mit der Aussage, der Patient wäre in solch erfolgreichem Erfüllen der bewusstseinsfordernden Aufgabe wirklich bei Bewusstsein (und könnte das nur nicht mitteilen).

Das konferenzielle Socialising war auch ungemein gut organisiert, leider musste die Studentenparty wegen des schlechten Wetters vom Strand wegverlegt werden und war dann kaum noch der Rede wert; das Bankett am nächsten Abend war zu teuer und die AfterParty am Montag verpassten wir absichtlich, da die meisten von uns schon kaum noch stehen konnten… Dafür hatten wir mal Zeit zusammen zu kochen und einen kurzen Spaziergang zu machen (unglaublich, was alles am Alex ist, dessen ich mir nie bewusst war…die Gräber der preußischen Herrscher im Dom sind wirklich sehenswert!).

Alles in allem ist das Beisammensein so vieler gleichinteressierter kluger Menschen auf so engem Raum ein erhebenswertes Gefühl. Innerhalb so weniger Tage wird man mit so viel neuen und spannenden Theorien gefüttert, dass im Grunde genommen ein paar Tage danach eingeräumt werden müssten zum Verarbeiten all dessen und für all die eigenen Gedanken, die einem kommen.

Sehr lustig und auch irgendwie komisch finde ich dann noch Situationen, in denen geballte VIP-Aura aufeinander trifft, z.B. zwei berühmte Philosophen traschend neben sich sitzen zu sehen :]. Noch dazu, wenn der eine der eigene Seminarleiter in Osnabrück ist (selbst aber auch aus Amiland zu Besuch) und der andere der Autor des Buches, das im Seminar behandelt wird :D .

ohne Internet

Mai 14, 2009 - 2 Responses

…ist das Leben nicht das, was es vor dem Internet war. Wie abhängig durstend wir nach der virtuellen Freiheit sind, muss meine WG seit April ertragen. Hoffnungslos schauen wir einer Zukunft oder besser Verlängerung unseres Unaktuellinformiertseins und der Arbeitsineffizienz entgegen. Und das alles wegen des inneren Sparschweins.

Im April wollten wir den Anbieter wechseln und damit nicht nur die Telekom loswerden sondern auch ein paar Münzen mehr für andere Dinge übrig haben. Rechtzeitig bestellten wir 2 Monate vorher den neuen Anbieter zu Anfang April. Die Rufnummer wollten wir natürlich mitnehmen. Wir bekamen die erste Aufforderung für diesen Schritt ein Formular einzureichen. Als Aufforderung Nr. 2 und 3 kamen, wurde die Sache langsam heikel. Der März neigte sich dem Ende entgegen. Jedes Gespräch mit den genervten und unwissenden Call-Center-Agentinnen brachte uns dem unausweichlichen katastrophalen Ausgang dieses Prozederes näher.

Am 5. April waren wir dann von allem abgeschnitten. Keine Telefonate mehr möglich und kein Internet in den Kabeln. Ständig wurden wir aufgefordert neue gleiche Zettel für die Rufnummernmitnahme auszufüllen und am Telefon vertröstet, dass irgendeine Abart der Telekom die Nummer rausrücken muss. Nicht mal eine Entschuldigung für die Verspätung. Währenddessen dudelte im Fernsehen die Werbung unseres neuen Abieters (ALICE, ohne Namen nennen zu wollen), in der mit der Erstattung der ersten Monatsgebühr geworben wurde, sollte es beim Anschluss Verzögerungen geben.

Inzwischen waren 4 Wochen rum. Verzweifelt mussten wir die Tage in der Uni verbringen an ungemütlichen bzw. nicht für die Arbeitsdauer ausgelegten Cafeteriastühlen, die Bibliothek belagern, in der mir immer unbehaglich zumute ist, wenn ich meinen Lappi allein lassen muss für kurzes Zwischenstockwerken. Am Wochenende schöpften sich diese Möglichkeiten schnell aus. Kein Nachbar WLan wollte uns Zugang erlauben, ich habe über 3 Wochen auf intensive Art und Weise versucht, die Nachbarin meines Freundes zu überzeugen. Allerdings war es dort seltsamerweise nach Einbeziehung von Administratoren nicht möglich das Passwort zu ändern. Ja, nee, is klar.

Dann bemerkte ich, dass die Telekom trotz der Anrufsperre nicht aufhörte, mir Geld vom Konto abzubuchen…Also auch da einen Besuch abgestattet (das ist das Dumme bei Alice, da kann man nicht mit Menschen vor Ort reden). ‘Ja, tut uns schrecklich leid. Sie scheinen da in eine Übergangssystemstörung reingefallen zu seien und ihre Nummer steht noch als aktiv hier bei mir.’ … Kein Wunder, dass die Rufnummernübernahme nicht klappte… Aber das hat die Sache nun immer noch nicht beschleunigt *grummel*. ALICE erzählte uns, dass sie auch ohne Mitnahme den gleichen Anschlusszeitraum benötigen und murmelten etwas von Ende Mai…

Wir können nicht mehr. Sobald wir abends zu Hause sind, können wir nicht mehr arbeiten, kein Wetter nachschaun und müssen uns am Telefon (ja, anrufen kann man uns noch) Sprüche gefallen lassen wie: ‘Was hälst du von dem und den?’ … Ich hab die Mail noch nicht gelesen…

HELP! Es geht nicht ohne. Die Arbeit schlummert. Kann man dafür schon Schadensersatz verlangen… xD? Da war die Kommunikation von Japan aus einfacher…

Ü-Ei Revolte

Mai 5, 2009 - Leave a Response

Ich bin zurück! Zurück aus Japan, dem Land der anderen Ernährung, z.B.

Kaum in deutschen Gefilden, ist Ostern an mir vorbeigerollt und hat ein paar Ü-Eier im Kühlschrank liegen gelassen. Wie hab ich mich zurück im Figurensammelfieber und Bastelrausch gefühlt beim Öffnen des ersten Eis! Irritiert war ich dabei schon. Die Eischale sah verändert aus. Jemand muss sich beschwert haben, dass 2 getrennte Eierhälften mehr Müll produzieren als eine.

Dann die erste Enttäuschung: keine Figur. Gut, sah zwar fast so aus, aber basteln macht auch Spaß. *auspack* hm…Nur drei Teile zum Basteln? Und weder Namen noch Geschichte noch Funktionsweise standen irgendwo.  Jemand Schlaues schlug vor, ich solle mir das alles einfach selbst ausdenken, aber wo kommen wir denn da hin? Wofür bezahl ich denn?

In nur einem von drei Kriterien wirklich befriedigt (der gekühlten Schokolade) vergaß ich den Zwischenfall – bis zum nächsten Ei. Der Osterhase war großzügig gewesen. Geübt öffnete ich die neuartige, gelbe Schale und dachte wieder, eine Figur! Nein. Irgendwie nicht. Kein Name, keine Geschichte und sie war nicht nur zum Hinstellen und Bewundertwerden gedacht. Das kann doch nicht sein? Drei Teile zum Basteln.

Ohne auf die weiteren Details des Schokoladezunichtemachens eingehen zu wollen, ein Fakt  kann nicht genug betont werden: Seit wann ist der Akt des Bastelns mit drei Teilen gerechtfertigt und zufriedenstellend?? In jedem meiner 4 Ü-Eier waren exakt drei große für Patschehändchen bestimmte Einheiten drin. Die reinste Verarschung.

Dann fing ich an zu recherchieren. Konnte allerdings keinen Ingenieur auf der eh viel zu uninformativen Website des Ü-Es finden, der für die Reformierungen der technischen Seite zuständig war. Allerdings fand ich eine Aufforderung der FDP Schokoladen-Spielzeug-Kombinationen zu verbieten (obwohl das auch gleich wieder abgestritten wurde)… Gut möglich, dass auf politischer Ebene eine Ü-Eier-Revolte ablief, unbemerkt der Öffentlichkeit und Coris wachsamen, wenn auch Japan verschleierten Augen.

Wo bleibt da Nostalgie? Wo der Spielspaß? Rettet das Ü-Ei, sonst muss bald der Werbeslogan geändert werden! Und eine Menge Ü20iger wird einen weiteren Teil ihrer Kindheit nicht in die Gegenwart und Zukunft retten können.

Veränderungen ;)

Kanjinamen

Oktober 22, 2008 - 6 Responses

Die musste ich von meinem Auslandsblog mal eben auslagern. Nichts geht über WordPress -.-…

闇出位 Andreas

香留麺 Carmen

喜夜旅臨 Carolin

恵瑠家 Elke

片努利久 Hendrik

誉屡求 Jörg

歌太里南 Katharina

霊那 Lena

母仁佳 Monika

荷固 Nico

良瑠豊 Ralf

手舞 Tim

徒媚 Toby

Stadturlaub

September 29, 2008 - Leave a Response

Paris war wundervoll. Himmlisch ist es leider immer nur, wenn man nicht aufs Geld schauen muss… Die Busfahrt war 10h lang und schlafraubend, dann mit letzter Kraft in die Metro, nur um dann festzustellen, dass im neuen Bett noch Leute schlafen ;) .

Wir hatten uns gegen Jugendherberge und Hostel entschieden, da gesammelte Foreneinträge zu deren Unterkunft nicht gerade überzeugend wirkten. Aso investierten wir etwas mehr und erhielten dafür ein Bed and Breakfast bei einer echten Pariserin *smile*. 6. Stock Montmartre, mit halbem Blick auf den Eiffelturm und Sacre Coeur. Wir waren noch gar nicht aufnahmefähig, da wurden wir bereits mit Informationen, Metroplänen und Französisch, Englisch und Portugiesisch zugetextet (die anreisenden Gäste waren Portugiesen und unsere Gastfrau kann eine Menge Sprachen sehr gut).

Nachdem wir endlich 2h in die Federn konnten, began die 5tägige Fußmarsch-Metrofahr-Tour. Ich glaube, ich bin noch nie so viel innerhalb so weniger Zeit in meinem Leben gelaufen… Das war Urlaub für meinen Geist. Wir haben so viele schöne Dinge gesehen, selbst in zwei Museen (Louvre und Musée d’Orsay) und nach Versailles haben wir es geschafft. Aber für Paris benötigt man Wochen allein um all die Dinge aus dem Reiseführer zu entdecken.

Mit dem Wetter hatten wir sonnig gutes Glück, allerdings war es elendig kalt. Ich habe noch nie so aktiv das Zwiebelprinzip verwendet. Leider wurden wir daheim nur mit einem hochmütigen Blick beäugt, als wir nach der Tüchtigkeit der Heizung fragten. 18° in Bad und Zimmer wären doch ausreichend. Dann stellte sie uns ein Thermometer, das immer die gleiche Temperatur anzeigt, als Beweis hin, dass es nicht kälter ist. Ich war noch nie so froh über eine meterdicke Zudecke. Wahrscheinlich hatten sich frühere Gäste oft erkältet…

Das ist leider auch so ein Makel an den Franzosen. Ich war zwar positiv überrascht über die vielen Englischkenntnisse. Kommunikation lief immer wie folgt: Ich startete mit Französisch, das mir als gut attestiert wurde :P , und bekam prompt auf Englisch eine Antwort. Aber darüberhinaus gerade auch bei unser Pariserin kam uns oft ein wenig Hochmut entgegen. Zudem sind die Leute unglaublich hektisch in Paris. Dagegen verläuft das Leben in Berlin in Zeitlupe. Auch wir kamen manchmal nicht um die Rush Hours herum – Hölle. Ach und nur einen Kommentar zum Essen – ich weiß nicht, wie gut es ist. Es war zu teuer ;) … Ich kenne jetzt die Sub des Tages in Frankreich auswendig. Mehr nicht zu diesem Thema. Obwohl: dort gibt es Tiefkühlparadiese. Ganze Läden nur mit hunderten von Tiefkühltruhen. Fehlt bei uns noch ;P . Und dass alle Toiletten egal wo gratis sind ^_^!

Die Höhepunkte meines Aufenthaltes waren auf jeden Fall der Ausblick vom Eiffelturm (und dessen blau blinkender Anblick des Nachts…ich dachte nur Japaner kommen auf solche Ideen), zu dem mir mein Schatz verholfen hat. Beinahe hätte der Treppen wegen meine Höhenangst gesiegt. Der Rundgang im Invalidendom vorbei an den Gräbern Napoleons und Konsorten war das Eintrittsgeld wert; genau wie die Einrichtung Napoleons des Dritten im Louvre (da hab ich Genickstarre bekommen). Ein für mich ganz spezielles Vergnügen stellte unsere Besichtigung der Oper dar. Musste dabei leider feststellen, dass Webber beim Phantomfilm mit dem Haupteingang etwas geschummelt hat -.-. Ein Prunk überall.

Enttäuscht bin ich ein wenig vom Glanz der Gärten. Überall sind in dieser wahnsinnigen Stadt Parks und Jardins verstreut; in Versailles muss man von Wäldern inmitten des Parks reden. Aber in meinen Augen langweilig! Sehr geometrisch und hauptsächlich grün ohne Blumen mit zahlreichen Springbrunnen und Wegen, im Rechteck gehalten. Vielleicht habe ich auch zu wenige erkunden können bei den Fußschmerzen und Zeitbegrenzungen ;) . Der nächste Besuch wirds zeigen. Und der übernächste ist dann den Museen gewidmet. Ich glaube, das waren meine ersten Kunstmuseen. In Berlin wurde ich in Kinderjahren hauptsächlich mit Volks- und Altertumsgeschichte geschult.

Nur mit der Busgesellschaft Eurolines fahre ich nie wieder. Aufgrund vieler widriger Umstände waren wir 10min zu spät am Bahnhof… Trotz unserer Namen auf deren Liste warteten die keine Minute. Glück war der eintreffende Bus nach Frankfurt, wo wir bei den Eltern meines Schatzes Zwischenstop machen konnten. Bezahlen durften wir trotzdem neu. *grummel*

Mein Geist erfrischt, meine Erinnerungen stark gefüllt, jetzt müssen nur die Füße mal Urlaub machen.

Viel zu tun

September 19, 2008 - Leave a Response

Um der gähnenden Leere meines Blogs ein wenig entgegenzuwirken, hier ein kurzes Intermezzo. Der nächste richtige Eintrag wird wohl am nächsten Wochenende folgen. Da komme ich nämlich aus Paris wieder *freu*. Endlich sehe auch ich die Hauptstadt der Franzosen. Bin ja schon soo aufgeregt. Mein Schatz und ich haben eine schöne Bed and Breakfast Unterkunft bei einer echten Pariserin ;) . Nur die Nachtbusfahrt dorthin wird der Horror. Aber ich frische fleißig mein Französisch auf. Grammatikbücher können auch Freude bereiten. Freuet euch der Bilder alle.

Bisher gabs nur viel Stress mit Prüfung und dem Mastersuchen (der erst in einem Jahr beginnt, aber eigentlich schon vor nem halben Jahr am besten hätte vorbereitet werden wollen… -.- ). Dazu mein Masterplan für sämtliche Sehenswürdigkeiten in 5 Tagen und natürlich…Japan.

Leute, die mich kennen, laufen momentan mit kugelrunden Augen an mir vorbei. Nein. Ich bin noch nicht in Japan :) . Aber in genau 2 Wochen. *aufgeregt sei*

Strasbourg

August 22, 2008 - 3 Responses

Endlich. Endlich! Cori hat es nach Frankreich geschafft! *jubel*

Ein spontaner Kurztrip führte mich über die Grenze hinaus ins niedliche elsässische Strasbourg, Stadt des franzdeutschen Redens ;) . Die Dörfer in der Umgebung haben alle mehr oder weniger deutsche Namen und viele Kleinigkeiten wie Rettungsringe und Straßennamen waren in meiner Muttersprache beschriftet.
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Ich liebe die französische Sprache, das war mir so stark noch gar nicht bewusst, aber ich konnte so viel verstehen und hätte am liebsten auch drauf losgeredet, aber Verstehen und Sprechen sind ja leider zwei verschiedene Paar Schuh im Gehirn…

Zum Glück hatten wir in unserer Gruppe einen dabei, der zweisprachig aufgewachsen ist. So konnten wir für die schwierigen Dinge ihn vorschubsen :) . Außerdem war er mein wandelndes Wörterbuch. Als größtes Problem hat sich nämlich mein Vokabular herausgestellt, was dringender Auffrischung und Wiederbelebung bedarf. Gutes Training vor Paris. Grammatische Regeln sind irgendwie fester verdrahtet. Gebt mir ein Verb und ich konjugier es bis ihr schwarz werdet *muharhar*… (Ach, kann sich jemand an Bedingungssätze erinnern? … Die waren doch so dreifaltig. Na egal, habe ein Grammatikbuch aus der Bibo…)

Fürs Bestellen und die Höflichkeit gegenüber den Ureinwohnern hats gereicht. Hier hatte ich stark das Gefühl, wenn ich nur ein kleines Weilchen länger bleiben könnte, würde es abrupt besser werden. Man sollte in dieser Gegend auch eher sein Deutsch auspacken bei Kommunikationsschwierigkeiten, da Englisch ja nicht wirklich beliebt ist *hüstel*. Trotzdem ist man viel schneller mit einem englischen Versuch auf der Zunge. Sehr seltsam in diesem Land.

Aber mehr zur Stadt: Es hat unglaublich geschüttet den ersten Abend und wir alle zu zweit jeweils unter einen Schirm…nass. Das Wetter änderte sich aber zum Glück kontinuierlich. Der Dom (”Münster“) ist wunderschön, aber für jede Sehenswürdigkeit innen drin, musste sich ein Dummer opfern und 20 Cent einwerfen. Katholisch… Wir warteten immer mal wieder… Die astronomische Uhr war wundervoll. Ich konnte das aktuelle Sternzeichen und sämtliche Planetenpositionen ablesen. Rätselhaft waren nur die Wagen der griechischen Götter dargestellt mit ihren Planetennamen. Mars zog ab, während Merkur kam. Dank Wiki weiß ich jetzt, dass es sich dabei um die Darstellung der Wochentage handelt. Verrückt. Ist sowas nicht Ketzerei gewesen ;) ? Dann gibt es noch so ein niedliches Viertel: “La petite France”. Malerisch schön und direkt am “Ille”, der die komplette Altstadt umfließt.

Also Strasbourg ist wirklich einen Ausflug wert und so nah an der deutschen Grenze. Nur dass man bei solch spontanen Aktionen gar keine Vorfreude genießen kann *lol*. Dafür habe ich jetzt im Nachhinein viele Insider, über die ich pausenlos lachen muss. Schade auch, dass man die nie in der Intensität weitergeben kann ;) .

Grandma neurons

August 18, 2008 - Leave a Response

For a short break in the ICP reports (I’ve too much to do with my forthcoming oral examination) I’ve found a quite unbelievable hypothesis about how our brain represents the external world: The grandma-neuron hypothesis.

Normally, I’ve been thinking about representing an external object in terms of hundreds of neurons firing synchronously together (”hordes of neurons screaming in unison”). But research points to the fact, that there is still the possibility to find single neurons being responsible for one or a few special things, like for instance your grandmother. Hard for me to imagine.