Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus meinem Essay und das, wie ich finde, seltsamste Phänomen von allen für mich: Die Aussage der Substanz-Dualisten (also wie Descartes, die davon ausgehen, es gebe eine physische Substanz – unseren Körper – und eine mentale Substanz – unseren Geist), es könne etwas Nichtphysisches geben. Waaahas zum Himmel soll das bedeuten? Ich kann diesen Begriff irgendwie nicht fassen, denn solang es hier existiert, ist es doch in der physischen Welt und damit automatisch physisch – oder nicht? Ist das nur eine Frage der Definition des Physischen? Ich hatte nie ein Problem mit der Aussage, aber jetzt durch das viele Nachgrübeln…
Substanz-Dualismus
Mir erschließt sich das Wort „mentale Substanz“ nicht ganz. Wir leben in einer physischen Welt. Wo soll da etwas Nichtphysisches herkommen? Und wie sollte es beschaffen sein? Was bedeutet nichtphysisch? Angenommen Descartes hat Recht und wir haben einen physischen Körper und eine „Seele“ oder „Geist“, das in unserem Körper lebt. Was sollte dies ebenfalls anderes sein, als eine physische Struktur, die eben solche Eigenschaften besitzt, die es ihr erlauben, durch unsere Mittel nicht in dem Sinne objektiv erkennbar zu sein. Und wenn diese Seele weiterleben kann, dann sind das weitere unbekannte Möglichkeiten ihrerseits, aber sobald wir sie entdecken würden, wäre sie Bestandteil der physischen Welt und existiert sie jetzt in meinem Körper, so wäre sie auch Bestandteil dieser Welt. Nur weil wir Gravitationskräfte u.Ä. nicht sehen können, heißt das ja noch lange nicht, dass sie etwas Nichtphysisches wären.