4. Semester

Die erste Woche des 4. und damit schon vorvorletzten Semesters (*argh*) ist vorüber und gibt mir Anlass ein wenig darüber zu plaudern. Ich denke, es wird das beste! Ich besuche nur noch Veranstaltungen, die mich auch wirklich vollauf interessieren und der daraus resultierende Effekt hat mich begeistert: Ich habe noch nie eine Woche lang so aufmerksam und konzentriert von Anfang bis Ende jeder Vorlesung folgen können. Ausnahmen gibt es hier natürlich, aber das hat Langweile unabhängige Ursachen, bspw. eine wesentlich zu kurze Nacht mit darauffolgender Veranstaltung um 8 Uhr in der Früh. In solchen Situationen ist der Geist willig, aber das Fleisch zu schwach.

Mein Hauptteil liegt in der Linguistik, Biologie und Psychologie. Ich wusste, es würde eines Tages darauf hinauslaufen, auch wenn ich die Hoffnung nie aufgegeben hatte, auch Neuroinfo und Artificial Intelligence bis zum Schluss spannend finden zu können. Daneben habe ich mich aus erstmaligem Zeitpuffer noch in Spaßveranstaltungen gesetzt, u.a. Psychosomatik und Biochemie, die eigentlich so gar nicht in mein Studium passen, aber wir werden interdisziplinär erzogen, also will ich nicht verzichten, auch den Rest an Wissenschaft in mein Weltbild aufzunehmen. Nur die Physik wird es wohl nie schaffen. An dieser Stelle möchte ich meinen Physiklehrer der Klasse 7 bis 9 grüßen.

Es wird auch sonst sehr angenehm, da ich nur Freitags früh raus muss, Montags einen weiteren fast reinen Arbeitstag einplanen kann und die Sonne meine Denkprozesse abends länger aufrecht erhält. Sehr glücklich bin ich auch über meinen dritten Tutorposten, der mich allerdings in andere als erwartete Bahnen verschlägt und hoffentlich zeitlich nicht allzu viel von meinen Interessenvorlesungen frisst.

Damit lautet mein Motto dies halbe Jahr: Was man kann, soll man nehmen.

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