Das European Media Art Festival ging heute in Osnabrück zu Ende und wir schafften es, noch die allerletzte Veranstaltung zu besuchen – das BestOf. 1 1/2 Stunden lang Kurzfilme. Was wir dort für Kinoeintrittspreise geboten bekommen haben, war recht durchwachsen. Da bin ich fast froh, den Rest nicht zu kennen
, von wegen Bestenliste. Am meisten beeindruckt haben mich ein Film im positiven und zwei andere im negativen Sinne: Ersterer war ein lebhafter Ausschnitt aus Berlin. Ein junger Mann ist kreuz und quer in der Hauptstadt mit einem Putzeimer samt Fensterwischequipment unterwegs. Weder Bus (die Ampel wurde schon grün), noch Straßen-, noch S-Bahn waren vor ihm sicher. Alle bekamen beim Halt an den jeweiligen Stops sofort eine gewischt. Die Reaktionen waren so verrückt wie die Idee selbst: Viele waren einfach nur irritiert und stellten daher die selten dämliche Frage: „Was machst n du da?“ Eine Fahrerin wollte wissen, ob er jetzt auch noch nen Euro haben will, eine Bahnsteherin wies auf die Gefahren des Wassers auf den Frontscheiben hin („Wir arbeiten ja hier mit Strom und so.“) und wieder ein anderer Zugführer rief umgehend den Bundesgrenzschutz (!), vielleicht der potentiellen Terroristengefahr wegen?? Seltsam, was in manchen Köpfen so vor sich geht. Der Film hieß dann auch: „Trotzdem danke“. Die andern beiden waren sich in sofern ähnlich, als dass sie zwischen 10 und 15min ein und dasselbe bewegte Bild zeigten mit furchtbar monotonem Geräusch im Hintergrund. Unglaublich, dass Menschen in solchen Situationen Geduld zeigen und weder laut werden noch gemeinsam weglaufen, nichts, nada. Wir ja auch nicht. Wahrscheinlich in der Hoffnung auf Besseres. Aber da kam nichts weiter. Sie waren die beiden letzten Kunststücke des Abends *argh*. Besonders der eine hat in gewisser Art und Weise den Wahnknopf in uns getroffen. Ein Waldstück, in das innerhalb von 15min immer schneller rein und rausgezoomt wird…dazu Brummton. Ich habe irgendwann aus lauter Wahn nur noch halb hysterisch lachen können und schien damit nicht die einzige zu sein. Gruselig. Und der wollte einfach nicht aufhören. Als das Licht anging konnte ich nicht schnell genug gucken, da war die Hälfte des Saals schon in die milde Abendluft geströmt
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EMAF
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