Entdeckungsreise

Heute setzte ich endlich etwas in die Tat um, das ich mir schon seit meinem ersten Semester in Osnabrück vorgenommen hatte: Geheimnisse der Bibliothek zu lüften. Ich hatte von den wundervollen Lesesäalen gehört, aber nie Zeit gefunden bei meinen Schnell-ich-brauch-das-Buch-Besuchen danach Ausschau zu halten.

Als ich mich also heute wieder über meine Unfähigkeit das schöne Wetter nutzen zu können aufregte (einen Vortrag kann man so schlecht ohne Laptop machen -.-), überwand ich meine Da-ist-das-Buch-was-du-brauchst-geh!-Gewohnheit und marschierte geradewegs auf die Tür mit der Aufschrift „Lesesaal 3″ zu. Dahinter hatte ich schon oft eine Wendeltreppe ausgemacht und fühlte mich aufgeregt entdeckerfreudig. Tap, tap, tap. Woah… Ruhe, Aussicht … und … eine Terrasse, yeay. Danach hatte ich gesucht. So saß ich ein paar wertvolle Minuten unter Palmen und anderen herrlich duftenden Büschen, entspannte meine Füße auf naturgetreuem Holz und ließ mir den Sommerwind auf der Haut gefallen, der mir nebenbei noch das Blättern abnahm.

Ich durchforschte mein Buch nach gewissen Stichworten, las also quer und ab und zu gerade, aber fragt mich nicht, was da drin stand. Es ist wie Meditation in solchen Augenblicken. Ich hätte mir genauso gut ein spanisches Buch nehmen können. Leider gibt es auch hier – und ich suchte fiebrig – keine Steckdosen im Außenbereich. *hmpfr* Die Uni machts mir aber auch nicht leicht.

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