Frühlingsball

April 6, 2008 - No Responses

Und schon ist wieder ein Ball vorüber *seufz*. Das geht immer viiiel zu schnell ;).

Halbjährlich wechseln sich Uni und FH hier in Osnabrück mit der Gestaltung eines Tanzballes ab. Vergangene Nacht wohnte ich also dem FH Ball bei und erhielt ein weiteres Mal Gelegenheit mein wunderschönes Abiballkleid zu tragen. Ich hatte meine Erwartungen bewusst niedrig gehalten, da der Uni Ball im Herbst unbeschreiblich schön war, aber ich muss gestehen selbst in der Stadthalle kann man für sehr angenehme Atmosphäre sorgen. War begeistert! Den Sektempfang haben wir leider verpasst, genauso wie eine Freundin, mit der ich mich eigentlich verabredet hatte, aber es war nicht möglich sie in dem Menschenmassen den Abend lang ausfindig zu machen… Die Stadthalle hat an der Seite zum Ring hin eine regelrechte Flaniertreppe, von außen beobachtbar, auf der es schon beim Auftritt Spaß machte, hinauf zu stolzieren. Wir gelangten in einen riesigen Raum, wo das Free Steps Orchester bestimmt 3 oder 4 Stunden lang spielte. Hauptsächlich Disco Fox und Cha Cha Musik ließ unser Gedächtnis auf Hochtouren nach vergessenen Schritten suchen, die über die jeweilige Basis hinausging. Walzer und Salsa konnte ich leider nirgends vernehmen, obwohl mir aufgefallen ist, dass man den Salsaschritt ein wenig improvisiert und leicht dem Rhythmus angepasst zu sehr viel Discomusik tanzen kann und dadurch schönen Schwung an den Tag legt. Ab Mitternacht war auch nichts mehr mit klassischem Tanz, Musik ja, und die FH Professoren waren auch fleißig noch die Nacht hindurch beim Schritte beibehalten, aber die Jugend, in noch traumhafteren Kleidern als vergangenen Herbst, ließ nur noch Freestyle sehen. Zwischendurch gab es eine Percussioneinlage auf Mülltonnen und Besen sowie den Pop-A capella-Chor der FH.

Den größten Fehler, den man an solch einem bezaubernden Abend begehen kann, ist sich zwischenzeitlich irgendwo niederzulassen… Hinterher spürt man die Schmerzen in den Fußsohlen ohne Erbarmen ;). Aber ich liebe es zu tanzen, gerade Partnertänze und der Ball hat mich wieder mal in Euphorie für einen Tanzkurs dies Semester und überhaupt versetzt. Das werde ich auf jeden Fall irgendwie in meinen Stundenplan integrieren, jaaa *freu*!

So und wirklich schade, dass wir im Wintersemester im Ausland sind und den nächsten Uni Ball verpassen werden, aber Leute, im Frühjahr kommt ihr endlich mal mit. Langsam sollten meine Bemühungen doch auch mal fruchten. Es macht so viel Spaß und dort ist immer super Stimmung. Also nächstes Mal an meine Freunde hier in Osnabrück: Keine Ausreden mehr ;)!

Märchen, also hör mal

April 4, 2008 - 4 Responses

Ist euch eigentlich noch nie aufgefallen, wie brutal und gewalttätig Märchen sind? Es wird geteert und gefedert, auf heißen Kohlen bis zum Tod getanzt, im Backofen alte Leute verbraten, vergiftet, erschlagen und verstoßen. Warum erkennen wir das als Kind nicht? Oder doch, und betrachten das als gerechtfertigte Bestrafung des “Bösen”? Nur überlegt mal, was den “Guten passiert” in ihrer Odyssee durchs Märchen. Gefressen werden sie und wieder ausgespuckt und um Gold betrogen etc. Und das sind nun “Gute-Nacht-Geschichten”… Und die Moral von der Geschicht: Traue alten Leuten nicht? Wie gut, dass mir nur die Prinzessinnen und ihre wohlverdienten Prinzen aufgefallen sind. Ich hätt ja Alpträume bekommen. (Vom Wolf sowieso.)

Mary Poppins

April 3, 2008 - No Responses

Ich habe es geschafft! Wie im Beitrag über den Zauberer von Oz mal gebeichtet, war ich Zeit meines Lebens ja noch nie in den Geschmack von Mary Poppins gekommen…Es wäre mein Kindertraum gewesen! Eben lief es im Fernsehn (ja, ich habe extra dafür den schon fast verstaubten Fernseher bemüht) und ich muss sagen: Ich bin begeistert. Das ist die beste Mischung, um meine Träume fliegen zu lassen :) - nette Figuren, viel Gesang, Zeichentrick mit integriert und eine blühende Fantasie…unglaublich! *schwärm* Wollte mir extra ein paar Sprüche merken, der Film ist ja voll von lehrenden und einfach bezaubernden Bemerkungen, nur mein Gedächtnis gibt mir da noch nicht die von mir erwartete Leistung. Also vielleicht wisst ihr ja ein paar oder ich finde noch welche im großen Netz, dann gibts hier Kommentare. Schaut Mary Poppins und fangt wieder an zu träumen ;) !

Bewusstes vs Unbewusstes Denken

April 1, 2008 - No Responses

Mein aktuelle Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Wie treffen wir die besten Entscheidungen?

Wer kennt das nicht: Man steht in einem Laden, in dem es egal was für Produkte gibt, und kann sich einfach nicht zwischen 2 oder sogar mehreren Dingen entscheiden…*seufz* Nicht so einfach. Es bleiben einem 3 Möglichkeiten. Der bewusste analytische Weg mittels Pro-Kontra-Listen, das spontane “Heureka! Ich-nehm-das!” innerhalb weniger Sekunden oder das oft als Bauchgefühl verunglimpfte “Wie lange können sie mir das zurück legen?”. Letzteres soll, wenn das Problem der Entscheidungsfindung wirklich fürs erste beiseite gestellt wird, zu unbewussten Nachdenken über die Situation führen. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachtteile. Hier ist ein interessanter Artikel dazu, etwas lockerer wohl zu lesen, als meine Hausarbeit ;). Am neugierigsten bin ich selbst bei den Fragen nach dem System der “Intuition”.

An den Osterhasen

März 25, 2008 - No Responses

Ja lieber Osterhase, da haben wir uns ja dieses Jahr mal wieder verpasst. Immer sehe ich nur deine Eier rumliegen. Du solltest wirklich nicht ganz so verschwenderisch mit Schokolade umgehen, es war grad erst Valentinstag und die Geburt wird auch bald süß gefeiert! Das reicht doch bis Weihnachten. Und du vergisst die 4 gespaltenen Gänge jeden Tag an deinen 4 Feiertagen: Frühstück (Brötchen und Kuchen), Mittag (als wär schon Weihnachten), Kaffee (Kuchen en masse) und Abendbrot (Restmittag, Restkuchen). Wer soll das alles essen und dann kommst du und schiebst Eier und Hasen (bäh, Vollmilch!) in die Tageszwischenräume. Ich weiß schon, warum du immer gleich die Kurve kratzt. Vielleicht sollte ich auch anfangen meine nicht gewollten Süßigkeiten zu verteilen. Muss nur aufpassen, dass die Schlokolade von Weihnachten dazwischen nicht bemerkt wird, sonst muss ich mich dazu auch noch kostümieren. Achja und bitte lass mich doch in Ruhe arbeiten. Verwandte können auch anderswann vorbeischauen. Da ist an Ostern wirklich ein Nest irgendwo. Aber sehr kuhl natürlich der Witz mit dem Schnee dieses Jahr. Da hat wohl einer Selbstwertprobleme, was ;)? Schneehasen sind aber auch wirklich süßer.

Was bedeutet mentale Substanz?

März 17, 2008 - No Responses

Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus meinem Essay und das, wie ich finde, seltsamste Phänomen von allen für mich: Die Aussage der Substanz-Dualisten (also wie Descartes, die davon ausgehen, es gebe eine physische Substanz - unseren Körper - und eine mentale Substanz - unseren Geist), es könne etwas Nichtphysisches geben. Waaahas zum Himmel soll das bedeuten? Ich kann diesen Begriff irgendwie nicht fassen, denn solang es hier existiert, ist es doch in der physischen Welt und damit automatisch physisch - oder nicht? Ist das nur eine Frage der Definition des Physischen? Ich hatte nie ein Problem mit der Aussage, aber jetzt durch das viele Nachgrübeln…

Substanz-Dualismus

Mir erschließt sich das Wort „mentale Substanz“ nicht ganz. Wir leben in einer physischen Welt. Wo soll da etwas Nichtphysisches herkommen? Und wie sollte es beschaffen sein? Was bedeutet nichtphysisch? Angenommen Descartes hat Recht und wir haben einen physischen Körper und eine „Seele“ oder „Geist“, das in unserem Körper lebt. Was sollte dies ebenfalls anderes sein, als eine physische Struktur, die eben solche Eigenschaften besitzt, die es ihr erlauben, durch unsere Mittel nicht in dem Sinne objektiv erkennbar zu sein. Und wenn diese Seele weiterleben kann, dann sind das weitere unbekannte Möglichkeiten ihrerseits, aber sobald wir sie entdecken würden, wäre sie Bestandteil der physischen Welt und existiert sie jetzt in meinem Körper, so wäre sie auch Bestandteil dieser Welt. Nur weil wir Gravitationskräfte u.Ä. nicht sehen können, heißt das ja noch lange nicht, dass sie etwas Nichtphysisches wären.

Wie 3 Wochen Philosophie mein Grundverständnis ändern

März 13, 2008 - 3 Responses

Nun beschäftige ich mich seit mehr als 3 Wochen intensivst mit der Philosophie des Geistes und ich muss sagen, es hat schon mehr oder weniger beeindruckende Effekte hervorgebracht.

Ich habe mich schon immer gegruselt, nachdem ich letztes Semester so viel Psychologie belegt hatte, dass ich anfange, in psychologischen Termen zu denken, wenn andere Menschen und vor allem auch ich selbst mir Anlass dazu gebe. Also Leute, wenn jemals ein studierter Psychologe irgendwo behauptet, er würde nicht dem Klischee unterliegen, jeden sofort zu analysieren, dann glaubt mir, bezieht sich das höchstwahrscheinlich auf das “sofort”. Sobald der Abend rum ist, liegt da mehr in seinem Kopf an psychologischem Müll rum, als euch und bestimmt auch ihm beliebt. Aber ich schweife ab.

In der Schule wurde immer erzählt, dass wir fleißig Mathematik lernen sollen, nicht nur um der Noten willen oder weil sie so zauberhaft wäre oder weil man ohne nicht einkaufen gehen kann etc., sondern auch um die eigene logische Fähigkeit auszubauen, rationales Denken! Tja, fand ich nie sehr effektiv, obwohl ich (jedenfalls in der Schule) nicht grad die Null in dem Fach war. Andere Naturwissenschaften verweigern sich der Lehre des Denkens noch mehr, in meinen Augen.

Philosophie ist das Zauberwort! Bevor ich mit meinem Studium begann, hatte ich eine Unterhaltung mit meinem späteren Mentor, der zu mir sinngemäß meinte:

Viele kommen her, weil sie die Kombination aus Informatik, AI etc. anspricht oder weil sie biologisch-psychologisch veranlagt sind und die Interdisziplinarität reizt. Was vielen dabei entgeht und was vielen vor allem dann später schwer fällt, ist das Verfassen von längeren kohärenten Texten, Essays 2. Semester Philosophy of Mind. Dabei ist die Philosophie das, was uns verbindet. Sie ermöglicht es uns aus unseren engen Perspektiven zu steigen und den Zusammenhang zu erkennen.

Das habe ich erst jetzt so richtig verinnerlicht, wenn ich auch dachte, es damals verstanden zu haben. Aber durch das Auseinandersetzen mit den Fragestellungen und Theorien, die eigentlich ja alle Wissenschaften einschließen und als ein Ganzes betrachtet werden müssen, fange ich an, eigenständig kreativ zu denken und zum ersten Mal in meinem Leben wirklich fundiert sagen zu können: Ich habe den Anfang meines philosophischen Weltbildes geschaffen. Ich habe eine Meinung entwickelt, die ich bereit bin zu vertreten, weil sie mir schlüssig und wirklich erscheint. Sonst dachte ich beim Lesen der Texte oft: Mh, ja, okay, klar versteh dich (oder auch nicht…), klingt ganz gut, würde ich auch so sehen/nachvollziehen. Und dann kam die nächste Position: Ja doch, DAS hört sich gut an, bin ich auch für… Und das ist in vielen Dingen in meinem Leben so, dass ich vielleicht zu offen bin für Pro und Kontra, als dass ich eine eigenständige Position einnehmen könnte. Aber gestern hatte ich die eine wahre Erkenntnis.

Andere Effekte sind ähnlich denen der Psycholgie. Wenn Leute über Themen reden, wo sie gar nicht recht bemerken, dass da Grundsatz philosophische Dinge drinstecken, ist mein Geist schon in Defintionen und Argumenten hinein getapst. Es ist doch oft wie mit der blauen und der roten Kapsel: Wissen muss man ertragen können. Je mehr Wissen man hat, umso schwerer wird die Last, einfache physikalische Korrelation.

Aber es gibt natürlich nicht nur in der Mathematik heitere Momente (”Das ist trivial einzusehen…”):

Das klingt absurd; Und es ist es auch!

Konzentration, Ladys and Gentlemen!

März 9, 2008 - 2 Responses

Es ist zum Haare ausraufen… Jetzt schreibe ich schon einen Artikel über Konzentration, nur um mich einer weiteren gemeinen Quelle der Ablenkung hinzugeben. Viele Leute haben mir erzählt, wie viel Spaß auf einmal Hausarbeit macht, wenn es gilt, wichtigere Dinge zu erledigen. Naja, da bin ich wohl einfach innerlich zu stark abgeneigt, als dass mir Putzen plötzlich Freude bereiten könnte. Aber dann schaut mich mal diese Blume an und flüstert: “Gieß mich!” oder das Internet befiehlt: “Lies mich!”. Auf der Suche nach ein paar wissenschaftlichen Erklärungen blieb ich leider auf fundlos. Der Bildschirm wird dann vielmehr überflutet von Angeboten zu Gehirnjogging, Meditation und isometrischen Übungen. Meine Art von Ablenkung also, mich über Ablenkung zu informieren, bringt mich nicht wirklich weiter. Genauso wenig wie alle anderen Dinge, auf die ich schnell anspreche, als da wären Bloglesen und wie erstarrt aus dem Fenster starren, vor mich hinträumen. Aber diese Dinge sind vor allem alle so furchtbar sinnlos. Ich könnte mir ja auch ein gutes Buch nehmen, wo ich doch sonst nie dazu komme. Nur ist diese Art nicht in die Kiste Ablenkung von wichtigen Aufgaben einstufbar, wie mir scheint. An der Stelle schaltet sich Miss Gewissen ein. Vielleicht liegt das an der Größe dieser Aufgabe. Ist eben keine Kleinigkeit mal eben ein Buch zu lesen. Hm. Schon nicht einfach ständig Dingen ausgesetzt zu sein, die der eigenen Natur zuwider laufen. Alle 30min soll man 5-10min Pause machen (nicht länger…) und alle 2h sogar bereits eine halbe Stunde rausgehen. Tststs…da bräucht ich ja einen Wecker, aber das wär zu einfach. Hier ist noch eine Konzentrationsübung vom Bogenschießen. Probier sie mal wer aus und sag mir die Ergebnisse. Ich hab jetzt keine Konzentration dazu.

Eine der besten aber weniger bekannten Konzentrationsübung wird in Eugen Herigels Buch “Zen in der Kunst des Bogenschießens” erklärt. Für die Übung sollte man morgens (eventuell auch abends) 10-15 Minuten einplanen, die Konzentrationssteiguernung nach einigen Wochen ist beachtlich. Unsprünglich war die Übung wichtig für das Erlernen der Konzentration für das Bogenschießen. Aber die Übung ist auch hilfreich um allgemein die Konzentration zu verbessern. Für die Übung setzt man sich aufrecht aber entspannt auf einen Stuhl, weder Holkreuz noch krummer Rücken, sondern eine normale und entspannte Sitzhaltung ist wichtig. Die Füße stellt man parallel, normal mit der ganzen Fläche auf den Fußboden. Die Hände liegen jeweils auf den Oberschenkel des gleichen Beines. Nun schließt man die Augen und versucht sich eine weiße Wand vorzustellen. Sobald andere Gedanken auftauchen und das Bild der weißen Wand verschwinden lassen, beginnt man wieder von vorne. Die Vorstellungsübung wird begleitet von einer bewussten Atmung. Hierbei versucht man nicht in den Brustkorb sondern in den Bauch zu atmen. Wichtig ist es, bis zu Ende zu atmen. Beim Einatmen sollte keine weitere Luft mehr aufnehmbar sein, das Einatmen erfolgt außerdem relativ zügig. Das Ausatmen hingegen erfolgt langsam und gleichmäßig. Man versucht Stück für Stück die Luft durch die Nase wieder aus dem Körper auszuatmen, bis keine mehr drin ist. Dann folgt wieder ein zügiges Einatmen. Die Übung sollte 10-15 Minuten dauern, es ist besser sich einen Wecker zu stellen um nicht über die Uhrzeit nachzudenken.

Die Übung mag am Anfang sehr schwer fallen, aber man merkt täglich die Fortschritte, sich auf die weiße Wand zu konzentrieren. Das Entwickeln dieser Konzentrationsgabe führt hinterher zu einer besseren Konzentration bei allen Aktivitäten. Erich Fromm, welcher diese Übung in seinem Buch “Kunst des Liebens” zitierte, meint sogar das sich durch diese Konzetrationssteigerung auch die Liebesfähigkeit steigert.

CeBIT 2008

März 6, 2008 - No Responses

Einige nennen es Nerdfestival andere future vision show, Hauptsache man war mal dort, um sich selbst ein Bild von dem Menschenauflauf auf engstem Raum machen zu können.

Schon am Osnabrücker Bahnhof wurde deutlich, auf was wir uns da eingelassen hatten…Wir sahen uns umzingelt von Grüppchen unseren Alters: “Wollen die etwa alle dahin, wo wir hinwollen?!” Auch trafen wir bereits auf erste bekannte Gesichter, was im Laufe des Tages nicht abreißen sollte.

Auf der CeBIT angelangt stellten wir schnell fest, dass es wichtig war Prioritäten zu setzen, weil das Angebot an Hallen und Ständen; Tüten und Zeitschriften einfach zu immens war, als dass wir alle hätten mitnehmen können.

Telekommunikation war dann am Anfang auch nicht die Herausforderung für uns; schön dass es hier Popcorn gab;
im Gegensatz zum Am-Hallen-außen-entlanghangeln-bis-nächsten-Eingang-finden. Draußen wurden wir weggeweht und Atmen konnte man fast weniger als in den Gebäuden.

Auf, auf, zum Future Parc! Dort entdeckten wir dann schnell die Dinge, für die es sich lohnt hinzugehen. Ich wurde vor einen Eyetracker gesetzt, gegen den unsere Uni Eyetracker schlichtweg gesagt alt aussehen. Er ist nämlich gar nicht sichtbar…in den Bildschirm integriert überraschte er mit einer fixen Kalibrierung und unglaublich guter Performance. Ich konnte “Dracula” lesen, währenddessen Tracky meinen Augenbewegungen folgte und zum jeweiligen Satz inhaltlich schaurige Musik, grusliges Pferdewiehern und Bilder abspielte. Ganz besonders praktisch das Per-Augen-Seitenweiterscrollen und Menüsteuern per Augenblick. Das spricht meinen optischen Lerntyp optimal an, dem sich Texte und Worte sonst recht schnell verflüchtigen.

Weiter gings. Nach der bestimmt vierten Vorstellung unseres Bachelorstudiums gerieten wir an einen dialoggesteuerten Legoroboter. In ein Mikro wurden Floskeln gesprochen wie: “Fahr bitte ein Stück rückwärts.”, “Welche Farbe hat der Ball?”. Verbesserungswürdig ist natürlich noch die Methode, sämtliche Sätze auf gut Dünken vorzugeben und einzuprogrammieren, aber irgendwo muss man ja immer mal anfangen.

Nach unserem langen Kampf um preiswertes Essen (unsere Essensorganisation war stümperhaft, glücklicherweise hatte Nico einen Vorrat an Keksen und Gummidrops bei), der uns unserer letzten Kräfte beraubt hatte, saßen wir gemütlich wieder im Future Parc und lauschten einem Vortrag über “Information Retrieval for Music and Motion”. Der dort vorgestellte SyncPlayer beeindruckte nicht schlecht. Über ihn ist es bspw. möglich, nahtlos von einer Musikaufführung in eine andere zu wechseln. Stellt euch also vor, ihr habt Beethovens 5. Sinfonie (da da da daaa,… da da da daaaa) in einer Klavierfassung und einer Orchesterfassung von Bernstein und Karajan. Drei Aufführungen, die sich allein schon in Instrumenten und Geschwindigkeit unterscheiden und ja doch dasselbe Stück vorführen. Mittels SyncPlayer und Vektor basiertem Pattern Matching ist es dem Benutzer möglich, die Klavierfassung anzuhören und mitten drin in die Orchesterfassung überzuwechseln ohne eine Bruch zu erleben. Danach hatten wir alle einen Ohrwurm ;). Eine weitere praktische Anwendung, die ich persönlich toll fand, ist die Audio-Scan Synchronisierung. Ihr habt digital eine Notenfassung von Beethoven und die Audiodatei. Jetzt ist es möglich die Musik zu hören und gleichzeitig auf der Partitur zu verfolgen, welche Noten gerade gespielt werden. Zudem kann an eine beliebige Stelle in die Audiodatei oder die Partitur gesprungen werden und der Player verfolgt den Sprung im jeweiligen anderen Medium ebenfalls. Vorgetragen wurde das ganze von einem Mann, der aussah, als hätte ihn die 30 noch nicht gekitzelt, mit einem Doktor und Professor im Titel…

Ich war fix und foxi. Deshalb konnte ich leider die WorldCyberGames Halle nicht mehr ganz so intensiv auskosten. Dort drin war alles finster, laut und unglaublich…toll! PCs ohne Ende, Wii, riesen Event, wo live Singstar in Rockbandvariante gespielt wurde und Spielemöglichkeiten ohne Ende (wenn nicht eh das meiste besetzt gewesen wäre). In der PC Landschaft, metaphorisch durch eine hüfthohe Mauer umschlossen, tummelte sich Klischee Nr.1: männlich, Altersklasse 12-17. In den Pavillons hätte ich mich dagegen schon gerne in einen Rennsessel oder wie ich diese geniale Sitzgelegenheit für Rennspiele sonst charakterisieren könnte hineingepflanzt. Nunja, war nichts zu machen.

Ausgelaugt und glücklich Schokoshake schlürfend saß ich dann mit den beiden Jungs im McDoof des fix-unf-foxi-untauglichen Hannover Hauptbahnhofs wartend auf die Heimreise ins Bett.

Schlafklischee

März 2, 2008 - 4 Responses

Heute habe ich ein weiteres internes Klischee unschädlich machen können.

Wenn ich meinen eigenen Schlaf beobachte, so habe ich bisher noch immer der Wissenschaft zugestimmt, die mir bisher bestätigte, dass ich alleine noch am besten die Nacht überstehe. Ich kuschel mich Abends in mein Kopfkissen ein, bis von mir nur noch die Nasenspitze zu sehen ist und versinke augenblicklich in viel Tief- & Traumschlaf, bis mich die Sonne oder mein Wecker nach 12h wecken…

Sobald ich jemanden neben mir liegen habe, sieht das schon anders aus. Das Einschlafen geht zwar genauso schnell, wenn nicht noch schneller, weil sämtliche Gedanken, die mein Gehirn möglicherweise sonst noch verarbeiten wollte, durch die Konzentration auf die Existenz neben mir ausgeschaltet werden. Aber das Durchschlafen…und erfrischt fühle ich mich auch weniger, was höchstwahrscheinlich an den kleinen, nicht immer bewusst erlebten Arousals liegen wird.

Und ich wurde immer bestätigt:
Frauen schlafen alleine besser, sagte mir die Wissenschaft, Männer mit Begleitung.

Das stimmt so nicht!

Wie ich nun heute lesen durfte, ist der männliche Schlaf genauso beeinträchtigt. Er schneidet scheinbar sogar schlechter ab, weil wir Frauen angeblich tiefer ins Unbewusste fallen. Und das lustigste an der Story: Subjektiv gehen die Geschlechter getrennten Meinungen in die gegensätzliche Richtung! So wie ich das ja auch bisher dachte.

Der Stresslevel steigt bei unsern Bettgenossen schneller an und was das im Wachleben bedeutet, ist auch nicht ohne: Um mal provokativ zu formalieren … Sie verdummen. Die Performance in kognitiven Aufgaben während der Untersuchungen sank nach geteiltem Schlaf. Erklärungen für diese Unterschiede gehen in Richtung Mutterrolle, Aufgabenverteilung, Frauen sind an gestörten Schlaf “gewöhnt” bzw. um es ein wenig fachlicher asuzudrücken, wir sind von unseren Schlafleistungen her genetisch darauf eingestellt mit unterbrochenem Schlaf besser umgehen zu können. Phasen solch nicht veränderbarer Umstände werden dann eben u.a. durch besseren Tiefschlaf ausgeglichen.

Eine Theorie meinerseits wird dann wiederum allerdings auch bestätigt: Träume sind besser festzuhalten, wenn nicht gleich Ablenkung nebenan parat ist ;). Bei Männern soll sich laut dem Artikel das Traumerinnern nach dem Sex am konstruktivsten erwiesen haben …

Die Entschuldigungen der Wissenschaftler für getrennte Betten sehen dann so aus:

Historically, we have never been meant to sleep in the same bed as each other. It is a bizarre thing to do.

Sharing the bed space with someone who is making noises and who you have to fight with for the duvet is not sensible.